Trockene Blätter von Velvet Muscatel, einem Oolong mit Insektenbiss und Noten von Milchreis, auf einer weißen Teeschaufel aus Keramik

Velvet Muscatel

30 g
€15,00
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Trockene Blätter von Velvet Muscatel, einem Oolong mit Insektenbiss und Noten von Milchreis, auf einer weißen Teeschaufel aus Keramik

Angebaut von Sonam

Velvet Muscatel

OOLONG MIT INSEKTENBISS · SOMMER 2026 · DARJEELING

  • Milchreis
  • Karamellisierte Äpfel
  • Getrocknete Mango
€15,00 Grundpreis €0,50/g
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Begrenzte Menge, Kleinstcharge vom Sommer 2026

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Über diesen Tee

Unser Velvet Muscatel ist ein Second-Flush-Oolong mit Insektenbiss aus den Darjeeling-Hügeln. Er stammt von aus Samen gezogenen Sträuchern vom China-Typ, die im Schnitt auf etwa 1.700 m über dem Meeresspiegel wachsen. Sträucher aus Samen unterscheiden sich stärker voneinander als solche aus Stecklingen, und das kann eine größere Vielfalt seltener Aromen in die Tasse bringen.

Insektenbiss bedeutet: Kleine Insekten, meist Zikaden, fressen im Sommer an den jungen Blättern. Die Pflanze antwortet auf jeden Biss mit eigenen Aromastoffen, und daher kommt der honigartige, traubige Muscatel-Charakter. Unser Beitrag im Tea Journal erzählt die ganze Geschichte.

Während unser Himalayan Beauty zu kandierter Orangenschale und Zuckermelone neigt, ist Velvet Muscatel cremig und aromatisch. Die erste Tasse schmeckt nach Milchreis und Kondensmilch, mit Würze im Hintergrund, und mit jedem Aufguss wird er süßer: karamellisierte Äpfel mit Kardamom und Nelken, in den späteren Aufgüssen dann Trauben und getrocknete Mango.

Den Namen Velvet (Samt) trägt er wegen seiner Textur, die sehr geschmeidig, rund und weich ist. Seine herzhafte, mineralische Seite macht ihn außerdem zu einer schönen Basis für Cocktails, falls du ihn einmal so probieren möchtest.

Eigenschaften

Blatt: Dunkel, kurz und kompakt, mit bräunlichem Ton und hier und da goldenen Knospen.

Aroma: Muscatel und Honig im warmen Blatt, das sich zu Kardamom und Gewürzen öffnet.

Aufguss: Hellgold bis Bernstein, mit feinen Blatthärchen, die in der Tasse schweben.

Gaumen: Milchreis, karamellisierte Äpfel und getrocknete Mango, mit Kardamom und Nelken.

Mundgefühl: Sehr geschmeidig, rund und weich, mit anhaltender Süße.

Technische Angaben
Herkunft Darjeeling-Hügel
Höhe ~1.700 m
Ernte Sommer 2026 (Second Flush)
Kultivar China-Typ, aus Samen gezogen
Verarbeitung Oolong mit Insektenbiss, von Hand angequetscht
Oxidation ~55–60 %
Seltenheit Limitierte Kleinstcharge (~7 kg)
Zubereitungsempfehlung
Temperatur 90 °C
Wasser 150 ml
Blätter 2,5 g
Ziehzeiten 2 Min │ 1 Min │ 2 Min │ +1 Min
Aufgüsse Mindestens 4-mal

Mach nach dem dritten Aufguss weiter und gib jedes Mal eine Minute dazu. Die späteren Aufgüsse sind die süßesten.

Ein 30-g-Beutel ergibt ~48 Tassen (2,5 g pro Kanne, 4 Aufgüsse), etwa 0,31 € pro Tasse.

zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Sonam and Swikriti outside the house where the Spring Blossom harvest is made

Triff den Produzenten

Der Mensch hinter diesem Tee ist Sonam, jemand, für den Tee nicht einfach ein Geschäft ist, sondern Lebensaufgabe und Identität. Als Enkel eines erfahrenen Pflanzers begann er seinen Weg als junger Praktikant, frisch von der Universität Delhi, und erforschte Teeklone.

Nachdem er ein Jahrzehnt in Nepal verbracht hatte, wo er sich intensiv für die Stärkung kleiner Bäuerinnen und Bauern einsetzte, drängte ihn sein Großvater zur Rückkehr nach Darjeeling. Er folgte dem Ruf, entschlossen, seine internationale Erfahrung für die kleinen lokalen Erzeuger einzusetzen, die im Schatten der Mega-Plantagen aus der Kolonialzeit ums Überleben kämpften. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, eröffnete er 2025 seine eigene kleine Fabrik in der Nähe von Peshok. Weil die Bäuerinnen und Bauern vor Ort schlicht mit dem Überleben beschäftigt waren, pachtet und bewirtschaftet er 15 bis 20 Hektar kleiner Gärten selbst, um beste Blattqualität zu sichern.

Was ich am meisten bewundere, ist sein tiefer Respekt vor seiner Gemeinschaft und vor dem Handwerk. Er zahlt seinen Fabrikarbeiterinnen und -arbeitern sogar das Doppelte der üblichen Löhne in der Region. Doch über das Handwerk hinaus hat mich vor allem seine Haltung bewegt. In unserem Gespräch sagte er mir, die Natur nutze uns, um ihre Botschaften weiterzutragen, und nannte mich eine „Botin“, die die wahre Geschichte Darjeelings mit euch hier in Berlin teilen soll. Es ehrt mich zutiefst, diese Botin zu sein. Wenn du seinen Tee trinkst, erlebst du jahrzehntelanges Erbe und eine tiefe, fast spirituelle Liebe zum Blatt.

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